Falschparken ist kein Kavaliersdelikt!
Parken
– eine Ursache von Fehlverhalten
Das Thema Parken wird als Unfallursache
für Kinder häufig unterschätzt. Laut Statistischem Bundesamt sind im Jahr
2003 innerhalb von Ortschaften 6.617 Kinder im Alter von 6 – 14 Jahren
durch falsches Verhalten beim Überschreiten der Fahrbahn Opfer von Verkehrsunfällen
geworden (Unfälle mit Personenschaden).
Folgende Abbildung zeigt die Ursachen dieses
Fehlverhaltens im Detail.
Straßenverkehrsunfälle als Folge von Fehlverhalten
im Straßenverkehr
Kinder
können den Verkehr und die Geschwindigkeit nicht richtig einschätzen
Über die Hälfte der
aus Fußgänger-Fehlern resultierenden innerörtlichen Kinderunfälle fällt
in die Kategorie „ohne auf den Fahrzeugverkehr zu achten“. Das liegt daran,
dass Kinder aufgrund ihrer Entwicklung noch nicht in der Lage sind, Verkehrssituationen
und Geschwindigkeiten richtig einzuschätzen.
Daher hat der Gesetzgeber
Kinder unter 10 Jahren von der Haftung für Schäden, den sie anderen zufügen,
ausgenommen (Querverweis.. ).
Parkende
Fahrzeuge stellen für Kinder eine Gefahr dar
Den
weitaus größten Anteil an den Fehlverhalten durch Fußgänger hat mit
fast
einem Drittel aller hier betrachteten innerörtlichen Unfälle (1769 Kinder)
das „plötzliche Hervortreten hinter Sichthindernissen“.
Hierunter ist
in den allerhäufigsten Fällen das Hervorlaufen hinter parkenden Kfz zu
verstehen! Zum Unfall kam es, weil die Kinder die Autos nicht sehen konnten
bzw. die Autofahrer die Kinder nicht rechtzeitig sehen konnten.
Oft wird
diese Gefahr von beiden unterschätzt. Im Vergleich dazu stellen die sonstigen
Fehlverhalten, wie z.B. Spielen auf oder neben der Fahrbahn, nur eine
unbedeutende Rolle.
Falschparken
ist hochgefährlich für Kinder
Oft wird die Gefahr – die Sichtbehinderung
durch das Abstellen des eigenen Fahrzeuges – nicht richtig eingeschätzt.
Dies zeigt sich in der Art und Weise, wie falsch geparkt wird: Fahrzeuge
werden häufig auch an unübersichtlichen Orten, in der Nähe von Kreuzungen,
auf Geh- und Radwegen oder sogar in zweiter Reihe abgestellt – vergleichbar
mit einer tickenden Zeitbombe! Sie stellen eine Gefahr für andere dar!
Geh- und Radwege - tabu für Autos
Geh-
und Radwege sind die knappen Rückzugsgebiete für Kinder (wie auch für
erwachsene Fußgänger und Radfahrer) auf denen sie sich vor Autoverkehr
sicher fühlen können.
Werden sie zugeparkt, müssen Fußgänger und Radfahrer
ausweichen:
Es kommt zu unübersichtlichen und gefährlichen Situationen,
die besonders die schwächsten der schwachen Verkehrsteilnehmer – die Kinder
– gefährden!
Kreuzungsbereiche erfordern eine gute
Sicht
An Kreuzungen und Einmündungsbereichen
wird häufig bis in den Kurvenbereich hinein geparkt. Genau hier überqueren
alle Fußgänger aus den verschiedenen Straßen/Einmündungen die Straße.
Für erwachsene Fußgänger ist das nur ärgerlich, für Kinder stellt das
eine große Gefahr dar! Sie sehen die Autos nicht, die Autofahrer sehen
die Kinder nicht – und das im Kreuzungsbereich, der sowieso eine erhöhte
Konzentration von den Verkehrsteilnehmern erfordert!
An Zebrastreifen müssen - auch kleine
- Fußgänger gesehen werden können
Auch das Freihalten des Bereiches vor Fußgängerüberwege
(„Zebrastreifen“) wird häufig von Autofahrern nicht als notwendig erachtet.
Es ist jedoch wichtig, um den Sichtkontakt zwischen querenden Fußgängern
und Autofahrern sicherstellen zu können.
Die Gefahr durch die Sichtbehinderung
durch parkende Fahrzeuge für Kinder ist immens. Vor allem, weil hier die
Fußgänger und auch die Kinder zu recht davon ausgehen, dass sie Vorrang
vor den Autos haben.
Wie
richtig parken?Denken Sie beim Abstellen ihres Fahrzeuges
auch immer an die anderen – Fußgänger, Radfahrer, Behinderte und insbesondere
Kinder. Beachten Sie als Autofahrer insbesondere folgende Regeln, um sich
vor einem Verschulden eines Kinderunfalles zu schützen:
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Kein Parken auf Rad- und Gehwegen!
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Kein Parken in der Nähe von Kreuzungen
und Einmündungen! (Mindestabstände von 10 m bzw. 5 m einhalten)
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Kein Parken vor „Zebrastreifen“!
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Nicht „Stoßstange an Stoßstange“ Parken
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Kein Parken in zweiter Reihe
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